08.10.2020

Bonn ist smart – und wird noch smarter

Die Teilnehmer des 44. Wirtschaftstalks: Peter Jakubowski, Mirko Heid, Moderatorin Nathalie Bergdoll, Friedrich Fuß und Gabi Kotulla-Münster.

Das Leben in Bonn ist gut. Es wird noch besser werden. Denn der Weg, den die Bundesstadt, auch mithilfe der Stadtwerke Bonn, beschritten hat, um Smart City zu sein und sie auszubauen, ist richtig. Das attestierte beim 44. Bonner Wirtschaftstalk im Kunstmuseum der Digitalisierungsexperte Peter Jakubowski vom Forschungscluster Smart Cities.

Mit ihm in der Runde zum Thema „Smart Bonn“ saßen Friedrich Fuß, Chief Digital Officer der Stadt, Gabi Kotulla-Münster, Senior Experte Smart City T-Systems International, und Mirko Heid, Bereichsleiter für Konzernstrategie der Stadtwerke. Akteure, die den Wandel Bonns von der smartesten City in NRW zur smartesten City deutschlandweit vorantreiben.
 

„Herr Heid, die Stadtwerke Bonn sind in Sachen Infrastruktur ja ein wichtiger Player in Bonn“, begrüßte ihn Moderatorin Nathalie Bergdoll. „Sie können den bunten Strauß der Möglichkeiten wahrscheinlich am besten nutzen?“ „Wir tun dies in Bezug auf unsere Geschäftsfelder Versorgung, Mobilität und Verwertung. Wir stellen den Bürger ins Zentrum, finden für ihn Lösungen. Es prägt uns seit 140 Jahren, den Bedürfnissen der Bürger nachzugehen. Heute sind dabei die dringlichsten Herausforderungen die Energie- und Mobilitätswende vor Ort zu gestalten“, sagte Heid. Das bedeute, attraktive Smart City-Angebote zu schaffen, die nicht an der Stadtgrenze enden. Mit Lösungen für das Zurücklegen der „letzten Meile“, Sharing-Angeboten, App-basierten Informations- und Bezahlformen oder dem Ausbau der Elektromobilität haben die Stadtwerke bereits vieles konkret umgesetzt.
 

Digitale Anwendungen, die Bürger brauchen
 

Letztendlich geht es für alle – ob SWB, Stadt oder Telekom – darum, die Bürger zu beteiligen, Anwendungen zu entwickeln, die sie brauchen und sich rechnen. Da war sich das Podium einig. „Doch um ihnen die Nutzung ermöglichen zu können, müssen wir erst einmal Aufwand betreiben. Wir brauchen die Infrastruktur. Wir brauchen Daten“, so Friedrich Fuß. „Dann müssen noch die Menschen da sein, die mit diesen Daten umgehen können“, ergänzte Gabi Kotulla-Münster. „Gute Ideen müssen nicht allein aus unserem Konzern entstehen. Impulse können von überall herkommen“, meinte Heid, der dabei unter anderem auf die Kooperation mit dem Gründungsnetzwerk Digital Hub Bonn setzt. Gleichzeitig treibt SWB Pilotprojekte wie den Aufbau des Funknetzes LoRaWAN und smarte Straßenbeleuchtung voran, die aktuell mit der Stadt umgesetzt werden.

Vision: ein noch „smarteres“ Bonn
 

Umsetzbare Vision aller Podiumsgäste ist es, in zehn bis 15 Jahren ein noch „smarteres“ Bonn zu haben. Mit weniger Individualverkehr (Kotulla-Münster). Mit weniger Stau (Fuß). Und, so Heid, mit einem Stadtwerk, dass seine Leistungen CO-2-neutral erbringt und seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen anbietet, um den eigenen CO-2-Fussabdruck nachhaltig zu senken.

Der Bonner Wirtschaftstalk wird getragen von SWB Energie und Wasser, der Sparkasse KölnBonn und der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Er wird jedes Mal aufgezeichnet. Das aktuelle Video finden Sie hier: www.bonner-wirtschaftstalk.de.

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