24.02.2021

Was kommt nach Corona?

Der Megatrend neben der Digitalisierung heißt Ökologie. In drei Dürresommern hintereinander sind die Wälder dezimiert worden und die Felder vertrocknet. Der Tierbestand hat sich in deutschen Wäldern halbiert, gleichzeitig wütet der Borkenkäfer. Unser Müllproblem nimmt absurde Ausmaße an. Schätzungen zufolge sind bisher 86 Millionen Tonnen Plastik im Meer gelandet. Immer mehr Landwirte stellen von Monokulturen auf ökologischen Landbau um – nicht aus ethischen Gründen, sondern um Ernteverluste zu umgehen. Wir stellen fest: Nachhaltigkeit, Umweltschutz Klimawandel, eigene Klimabilanz, CO2-Fußabdruck sind keine Nischenthemen mehr. Der Klimawandel ist real.

Bild der Erde aus dem All aufgenommen
Blick auf die Erde von Apollo 17 aus. Das Foto entstand während der Raumfahrtmission 1972. Im selben Jahr veröffentlichte der Club of Rome seinen Bericht "Die Grenzen des Wachstums". Quelle: NASA/Apollo-17-Crew

Greta

Greta war nie weg. Sie sagt: „Erneuerbare Energie steht im Überfluss zur Verfügung. Genau für diese neue Welt haben wir in der Coronakrise geübt.“ Die Pandemie ist so etwas wie die Vorwegnahme eines nachhaltigeren Lebens, auch - oder gerade - weil wir uns beschränken mussten. Die Bilder der smogfreien Kontinente aus dem Weltall beeindruckten uns. 2020 hat die menschliche Zivilisation zum ersten Mal weniger C02 ausgestoßen.

Greta brachte Millionen von Menschen auf die Straße. Zuletzt erschien der Kinofilm „Ich bin Greta“. Dieser porträtiert die Klimaaktivistin aus unmittelbarer Nähe. Vom ersten Schulstreik 2018, der zur globalen Jugendbewegung Fridays for Future wurde, bis zu ihrem legendären Auftritt auf dem UN-Klimagipfel in New York. „Meine Botschaft an Sie ist: Wir beobachten Sie“, sagte sie direkt in Richtung der anwesenden Staats- und Regierungschefs.

Greta Thunberg
Quelle: European Parliament

"Wie können Sie es wagen"

„Menschen sterben, die Ökosysteme brechen zusammen, wir befinden uns am Beginn eines Massenaussterbens. Und Sie sprechen noch immer über Geld und Märchen über ewiges Wirtschaftswachstum, wie können Sie es wagen“, ergänzte die empörte Greta Thunberg. „Sie haben meine Träume gestohlen, meine Kindheit mit Ihren leeren Worten.“

Beim Filmfestival in Venedig feierte der Dokumentarfilm Weltpremiere. Die 17-jährige Schwedin erklärt per Video: „Wir müssen weiter über die Klimakrise sprechen und Veränderungen einfordern. Wir behandeln die Krise immer noch nicht wie eine Krise.“

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"Natürlich haben auch wir unser Ohr stets am Puls der Zeit. Auch stadtwerkeseitig tauschen wir uns mit den Bonner Vertretern von Fridays for Future und Parents for Future aus, denn wir sind selbstverständlich ein wesentlicher Partner auf dem Weg zur klimaneutralen Metropole", erläutert SWB-Kommunikationsleiter Jürgen Winterwerp.

"Die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Solidität und transparenter Kommunikation hat in den vergangenen Jahren unsere Leistungsfähigkeit weiter erhöht. Dadurch bieten wir unseren Kunden marktfähige, umweltgerechte und innovative Produkte sowie Dienstleistungen an. Denn Klimaschutz kann nur erfolgreich sein, wenn er in der Bevölkerung und der Wirtschaft breite Akzeptanz findet und so durch möglichst viele unterschiedliche Akteure getragen wird", ergänzt Arbeitsdirektor Marco Westphal. 

Übrigens: Nachhaltiges Handeln erhöht auch die Resilienz von kritischen Infrastrukturen. "Ein Wert, den wir in Zeiten der Corona-bedingten Einschränkungen nochmals stärker zu schätzen gelernt haben", so Westphal. (JW)

50 Jahre Klimadiskussion

Zeitstrahl mit Klimahöhepunkten von 1970 bis heute.
Zeitstrahl mit Höhepunkten der Klimadebatte von 1970 bis heute. Quelle: Zukunftsinstitut Frankfurt.
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